Samstag, 9. Dezember 2006, 20:31
Plakatserie

Plakatbeispiel mit Vergrößerung. Die Größe der Plakate ist DIN A0 und die Minipiktogramme sind 5mm hoch.
plakatserie_euphemismen (pdf, 74 KB)
Die Idee der Plakatserie ist mit Konnotation und Denotation eines euphemistischen Begriffs zu spielen. Als Bildmotiv habe ich dazu Paare von Piktogrammen entworfen. Ich fand Piktogramme deswegen für Euphemismen passend, das sie wie die rhetorischen Figuren zu einem Begriff ein Bild erzeugen.
Die Wirkung der Plakate spielt mit der Nah- und Fernwirkung. Aus der Ferne sieht man die Konnotation und kann dazu als Text den Euphemismus lesen. Gleichzeitig erkennt man aber auch, das das Bild einer Störung unterliegt. Kommt man nun näher durchschreitet man den gleichen Prozess, den ein Semiotiker bei der Auflösung eines Mythos decodiert: Er deckt die ursprüngliche, eigentliche Bedeutung auf und zerstört somit auch die Metaebene des Mythischen (nach Roland Barthes).
Das gleiche ist die Wirkung von Euphemismen. Hört man nicht aufmerksam zu, sieht man im Vorbeirauschen der Worte im Kopf nur die Bilder der Konnation, aber nicht die Denotation. Erst wenn man sich mit den Begriffen näher auseinandersetzt, erkennt man die eigentliche Bedeutung.
Die Entwürfe im .pdf sind noch nicht endgültig rein gezeichnet. Im fertigen Zustand sollen die Minipiktogrammen, aus denen sich das Euphemismuspiktogramm wie ein Pixelbild bildet, im gleichmäßigen Raster exakt nebeneinanderliegen.
steffi eiden, Samstag, 9. Dezember 2006, 20:31
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